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Forschung und Lehre
Studentische Ausbildung und Lehre
Die Klinik für Herzchirurgie beteiligt sich als universitäre Einrichtung an der studentischen Ausbildung in folgender Form:
Durchführung des Blockpraktikums Chirurgie für das 9. Semester Humanmedizin
Beteiligung am Praktikum: Einführung in die Klinische Medizin für das 2. Semester
Beteiligung aller herzchirurgischen Oberärzte der Klinik an der Lehre im Rahmen der Kurse für Problem-Orientiertes Lernen (POL):
Herz-Kreislauf (HKL)
Ernährung-Stoffwechsel-Ausscheidung (ESA)
Akute Notfälle
Notfallmedizin / Verletzungen / Intensivmedizin
Vorlesungen Chirurgie und topographische Anatomie für Zahnmediziner
Fakultative Seminare zu chirurgischen Themen
Vorlesungen an der Medizinischen Fachschule für Fachschwestern für Operationstechnik sowie Anästhesie und Intensivmedizin, Operationstechnische Assistenten und Physiotherapeuten
PJ-Stipendium
Im Rahmen des chirurgischen Tertials besteht die Möglichkeit, einen Teil des Praktischen Jahres in der Klinik für Herzchirurgie zu absolvieren. Dafür gewährt die Krankenhausleitung des Herzzentrums Dresden Universitätsklinik auf Antrag ein einmaliges Stipendium in Höhe von
500,00 Euro.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Schwerpunkte der Forschung
Als Klinik an der Technischen Universität Dresden betreiben wir neben Klinikalltag und Ausbildung auch klinisch relevante Forschung. Als große Motivation für unsere Forschung kann das Motto gelten: Wir sind bestrebt, das Trauma für jeden Patienten zu minimieren und damit den schweren Eingriff insgesamt verträglicher zu machen.
Klinisch prospektive Studien:
In einer Reihe von selbst initiierten Studien (IITs) oder Registern werden unterschiedliche Behandlungsformen mit dem Outcome der Patienten korreliert. Hierbei untersuchen wir einerseits den Einfluss unterschiedlicher medikamentöser Behandlungen auf die Inzidenz, z.B. von Wundheilungsstörungen, von thrombembolischen oder hämorrhagischen Ereignissen sowie von Vorhofflimmern. Andererseits dokumentieren wir den Verlauf nach einer neuartigen oder zusätzlichen chirurgischen Behandlung, z.B. die Rechtsherzfunktion, die Herzklappenfunktion oder den Herzrhythmus. Zusätzlich versuchen wir im Rahmen von dokumentierten Studien, die medizinische Überwachung der Patienten zu verbessern: Einerseits durch den Einsatz eines neuartigen Echokardiographieverfahrens in der Transplantatfunktions-Überwachung nach einer Herztransplantation, andererseits durch einen implantierbaren Rekorder zur Langzeit-Rhythmusüberwachung, z.B. nach einer chirurgischen Behandlung bei Herzrhythmusstörungen.
Darüber hinaus beteiligen wir uns an multizentrischen Studien. In randomisierten Studien werden unterschiedliche Operationsverfahren bzw. die medikamentöse Beeinflussbarkeit der Hyperfibrinolyse beim Einsatz der Herz-Lungen-Maschine untersucht. Zusätzlich unterstützen wir vier Studien bzw. Register, die sich mit den Verfahren zur Klappenrekonstruktion bzw. zum Klappenersatz befassen. Als eine der in Deutschland führenden Einrichtungen begleiten wir den ersten Einsatz eines Biopolymers am Menschen während der Herzoperation zur (biophysikalischen) Wiederherstellung der Herzleistung.
Klinisch experimentelle Arbeiten:
Hier forschen wir experimentell in drei sehr unterschiedlichen, klinisch relevanten Bereichen. Zum Ersten wird der Einfluss unterschiedlicher Konservierungslösungen auf die Endothelintegrität sowie
-ischemietoleranz und damit auf die Funktionalität von arteriellen oder venösen Bypassgefäßen untersucht. Zum Zweiten werden im hauseigenen Forschungslabor mit Hilfe von proteinbiochemischen Untersuchungsmethoden, Zellkultur-Experimenten und intrazellulären Imaging-Verfahren Prozesse charakterisiert, die zur Kalzifikation der nativen oder der Bioklappenprothese führen. Zum Dritten erarbeiten wir gemeinsam mit der Arbeitsgruppe der Pharmakologie Modelle, inwieweit die Verteilung von Ionenkanälen im Herzmuskel die Entstehung von Vorhofflimmern bedingt.
Klinisch retrospektive Studien:
Die retrospektive Aufarbeitung klinischer Daten für Publikationen in internationalen Journals umfasst nicht nur die Darstellung unserer Aortenoperationstechniken und deren Ergebnisse, sondern auch Langzeitdaten zur Offenheitsrate bestimmter Anastomosentypen in der Bypasschirurgie, aber auch zu Reinterventionen bei Klappenoperationen.
Kontakt:
Direktor der Klinik
Prof. Dr. med. Klaus Matschke
Forschungskoordinatorin
Dr. rer. nat. Katrin Plötze
Tel.: 0351-450 1808
Fax: 0351-450 1707


