Herzzentrum Dresden
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Brustschmerzzentrum

Brustschmerzen können viele Ursachen haben: angefangen bei Schmerzen von der Wirbelsäule ausstrahlend, vom Brustkorb ausgehend, von der Muskulatur des Rückens über Schmerzen von Luftröhre oder Lunge bis hin zu Schmerzen der Speiseröhre.
Am häufigsten und vor allem aber am gefährlichsten sind der Herzinfarkt und der Einriss (Ruptur) der Körperhauptschlagader, der Aorta. Um hier eine höchst effiziente und wegen der hochgradigen Gefährdung der Patienten eine schnelle Behandlung zu verwirklichen, wurde das Brustschmerzentrum als optimale organisatorische Struktureinheit innerhalb des Herzzentrums gegründet. Dieses Brustschmerzzentrum repräsentiert vorbildlich die internationalen Standards und Qualitätskriterien einer „chest pain unit" wie sie in einigen großen Medizinzentren in den USA geschaffen wurden. Hier wird der Patient mit Brustschmerzen, sei es ein akuter Notfall oder ein Patient, der nicht als Notfall sondern mit länger bestehenden Beschwerden zu Abklärung kommt, versorgt. Je nach Dringlichkeit stehen dem Patienten das erfahrene Team und alle modernen Verfahren und Therapien zur unmittelbaren Verfügung.

Entscheidende Qualitätskriterien für die effiziente Versorgung dieser Patienten sind:

  • Ständige Einsatzbereitschaft und Sofortversorgung im Notfall durch spezialisiertes, interdisziplinäres Team von Ärzten, Assistenzpersonal und Pflegekräften
  • Ständige Aufnahmefähigkeit 24 Stunden/Tag und 7 Tage/Woche
  • Telemedizinische Anbindung an den Notfalldienst
  • Interdisziplinäre Anbindung mit extrem kurzen Wegen an alle Modalitäten der sofortigen intensivmedizinischen Versorgung
  • Unmittelbare Möglichkeit der kardiovaskulären nicht-invasiven und invasiven Bildgebung
  • Alle Möglichkeiten der kardiovaskulären Therapie einschließlich Akutversorgung mit Herzkatheter (Ballondilatation von Herzkranzgefäßen, Stentimplantation in Herzkranzgefäße und Aorta u.a.)
  • Akute herzchirurgische Versorgung im gleichen Haus

 

Struktureinheiten

Eine Übersicht über die wesentlichen Struktureinheiten unseres Brustschmerzzentrums sehen Sie in der Abbildung rechts oben.

Kernstück des Brustschmerzzentrums ist zunächst die Anlaufstelle, das sogenannte Cockpit. Dort wird von unserem erfahrenen Team die erste Einschätzung der Dringlichkeit und Notfallsituation bzw. die Möglichkeit einer elektiven, stationären oder sogar ambulanten Betreuung evaluiert. Anschließend wird der Patient in die unmittelbar benachbarten Struktureinheiten wie reguläre Aufnahme, Halbintensivstation (dringliche Fälle aber keine Notfälle) oder aber sofort zum Herzkatheter oder bei Schockpatienten sofort in die Intensivstation gebracht. In der Zeichnung sind die blauen Farbtöne den elektiven oder dringlichen, die roten Töne den Notfall- und Akutsituationen zugeordnet. Alle Struktureinheiten befinden sich unter einem Dach innerhalb des Herzzentrums, das Brustschmerzzentrum ist auf einer Ebene in der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie untergebracht.

Qualitätsverbesserung und wissenschaftliche Begleitung
Zur ständigen Optimierung der medizinischen Leistung werden alle hier erbrachten Leistungen bei Notfällen, insbesondere bei akuten Herzinfarkten, wissenschaftlich begleitet und analysiert, um die optimale Versorgung nach internationalen medizinischen Leitlinien zu gewährleisten und gleichzeitig eine direkte Vergleichbarkeit mit Versorgungsqualitäten in anderen Kliniken herstellen zu können.


Struktureinheiten des Brustschmerzzentrums
Struktureinheiten des Brustschmerzzentrums