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08.05.2019, Dresden

Das Institut für Kardioanästhesiologie der Universitätsklinik ermöglicht als eines von nur zehn Zentren in Europa eine Facharztspezialisierung auf internationalem Niveau. Die erste Ärztin ist bereits da.

Herzzentrum Dresden bildet jetzt europäisch weiter

Dr. Jens Faßl, Direktor des Instituts für Kardioanästhesiologie am Herzzentrum Dresden, bespricht mit Dr. Isabelle Frei die Herzaufnahmen eines Patienten, die wärhend eines Schluckechos gemacht worden sind. FOTO: Robert Reuther

Das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik ist ab sofort Teil eines Weiterbildungsprogramms der europäischen Fachgesellschaft für Herz-, Thorax- und Gefäßanästhesiologie (European Association of Cardiothoracic Anaesthesiology – EACTA). Unter der Leitung von Privatdozent Dr. med. habil. Jens Faßl, dem Direktor des Instituts für Kardioanästhesiologie, ist es damit möglich, Fachärzte für Anästhesiologie für die Dauer von zwölf Monaten in der Spezialdisziplin der Kardioanästhesiologie fortzubilden.

„Die Mediziner lernen bei uns das Anästhesiemanagement von Hochrisikoherzpatienten. Gleichzeitig bilden wir sie in der transösophagealen Echokardiographie – dem sogenannten Schluckecho –  weiter und binden sie in laufende wissenschaftliche Projekte ein. Nach einem Jahr erhalten sie dann ihr weltweit anerkanntes Fellowship-Zertifikat der EACTA“, erklärt Dr. Jens Faßl.

Der Chefarzt kennt sich aus seiner Zeit in Basel und in Leipzig mit sogenannten Fellowship-Programmen bestens aus. „Mein Ziel ist es, dass wir uns am Herzzentrum Dresden auch im Bereich der Anästhesiologie zur akademischen Fort- und Weiterbildung auf internationalem Niveau bekennen. Daher habe ich mich sehr um die Akkreditierung als  Fellowship-Ausbildungszentrum der EACTA bemüht“, so Dr. Faßl.

Das Herzzentrum musste sich einem umfassenden Bewerbungs- und Zertifizierungsverfahren stellen, das mit einer Vor-Ort-Begutachtung im April dieses Jahres seinen Abschluss fand. Der EACTA wurde dabei nachgewiesen, dass die angebotenen Lerninhalte, Strukturen und klinischen Voraussetzungen dem hohen Anspruch der europäischen Fachgesellschaft genügen. „Ich freue mich sehr, dass wir jetzt eines von drei Herzzentren in Deutschland sind, die diese spezielle Fellowship-Programm anbieten können“, sagt Dr. Jens Faßl.

Und noch mehr freut es ihn, dass mit Dr. Isabelle Frei bereits die erste Fachärztin ihr EACTA-Fellowship-Programm am Herzzentrum Dresden aufgenommen hat. Die 34-jährige Schweizerin ist dafür aus Basel nach Dresden gezogen. „Ich habe meine Facharztprüfung 2017 abgelegt und während meiner Rotation damals auch in den Bereich Kardioanästhesiologie am Universitätsspital Basel hineingeschnuppert. Das hat mich so fasziniert, dass ich mich gern intensiver mit diesem Thema befassen wollte. Das machte das Angebot aus Dresden für mich so verlockend. Ich kenne Dr. Faßl bereits aus seiner Zeit in Basel. Daher weiß ich, dass dessen Ausbildung und Weiterbildungsinhalte auf sehr hohem Niveau sind“, sagt Dr. Isabelle Frei. Von den Kollegen vor Ort sei sie sehr herzlich aufgenommen worden. Auch in der Stadt fühle sie sich sehr wohl.

Das EACTA-Fellowship-Programm ist immer für einen Facharzt pro Jahr ausgelegt. Je nach Nachfrage ist aber eine Aufstockung möglich. „Wir haben in der kurzen Zeit bereits mehrere internationale Bewerbungen erhalten, unter anderem eine aus Australien. Dieser rege Zuspruch freut uns natürlich und ist gleichzeitig Ansporn, weiter an uns zu arbeiten. Denn eine internationale Ausbildung auf diesem hohen Niveau kommt am Ende vor allem unseren Patienten zugute. Sie sorgt dafür, dass wir unsere Qualitätsansprüche stets hinterfragen und verbessern“, erklärt Chefarzt Dr. Faßl.

Kontakt

Robert Reuther
Referent Unternehmenskommunikation
Herzzentrum Dresden GmbH Universitätsklinik

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